Veranstaltung zu Geschichtspolitik in Dresden

Dresden, Deutschland - alles Opfer?

07.02.2011 19:00 - 22:00
Skalitzer Straße 130 | U-Bhf Kottbusser Tor | Berlin)

Der "Mythos Dresden" hält sich ungebrochen im deutschen Geschichtsdiskurs. Trotz der Erkenntnisse einer unabhängigen Historikerkommission bestimmen falsche und überhöhte Opferzahlen und erfundene Horrormärchen von Tieffliegern die kollektive Erinnerung. Im bürgerlichen Gedenken fest verankert ist das Bild von der unschuldigen Kulturstadt, die durch die die aliierten Bomberverbände sinnlos zerstört wurde. Aber Dresden war war keine unschuldige Stadt, sondern wie alle deutschen Städte eine nationalsozialistische. Dresden war Garnisonsstadt, logistischer Knotenpunkt und nicht zuletzt Wohnort deutscher Täter.

Heute wird Dresden als geläuterte Stadt präsentiert, die die Vergangenheit bewältigt hat. Doch Kern des modernisierten Gedenkens bleibt die Fixierung auf  den Opfermythos.