Veranstaltung im Rahmen der Neofaschismus-Ausstellung in der TU
Dresden - Erinnerung und Geschichtsrevisionismus
22.11.2010 18:10 - 20:00
TU-Berlin (Hauptgebäude, Raum H2038) Straße des 17. Juni
Jedes Jahr im Februar streitet die Stadt Dresden um ihre Vergangenheit - genauer um die Deutung der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 durch alliierte Streitkräfte.
Anlass ist der regelmäßig stattfindende, mittlerweile größte Neonazi-Aufmarsch Europas. Die Neonazis fordern bis heute Vergeltung, aber auch Dresdener BürgerInnen sehen in der Bombardierung nicht ein notwendiges Übel zur Beendigung des Krieges mit Nazi-Deutschland sondern ein Kriegsverbrechen und trauern um die Opfer ihrer unschuldigen Stadt.
Seit Jahrzehnten ist Dresden ein Beispiel für die Instrumentalisierung und Umdeutung von Geschichte und für die Veränderung von Erinnerungskultur von Seiten der Nazis. Gleichzeitig zeigt das Beispiel Dresden wie Neonazis an gesellschaftliche Diskurse anknüpfen und wie antifaschistische Interventionen eben auch diese Diskurse mit gestalten können und müssen, um nicht menschenverachtenden Faschisten und ihren Parteigängern das Feld zu überlassen.
2010 konnte ein breites Bündnis den Aufmarsch mit massenhaften zivilem Ungehorsam verhindern. Wie stehen die Vorbereitungen für 2011 – was hat sich in den letzten Jahren an der gesellschaftlichen Diskussion um die Geschichte in Dresden verändert und was ist noch zu tun?
Tags
Links
Berlin
Termine
22.05.2012 19:00Berlin
18.06.2012 16:00Berlin
