31.01.2012 19:30
Paradox (Bernhardstraße 10-12)

 

Vortrag und Diskussion mit Matt Kearney (Wisconsin/USA)

 

Zeitgleich zum ägyptischen Aufbruch auf dem Tahrir-Platz in Kairo, kam es im März 2011 im US-amerikanischen Bundesstaat Wisconsin zu Protesten gegen ein Gesetzespaket, das die Rechte der Gewerkschaften drastisch beschneiden sollte (Verlust der Tarifautonomie) und höhere Beiträge zu den Sozialversicherungen sowie massive Einsparungen zu Lasten der unteren und Mittelschichten beinhaltete. Auf dem Höhepunkt der Proteste gegen diesen Angriff der republikanischen Regierung stürmten mehrere tausend Menschen das Parlamentsgebäude und hielten es über zwei Wochen lang besetzt. Im September kam es dann mit "Occupy Wall Street" zu einer Massenbewegung, die sich von New York aus international ausbreitete.

exzellenz1

In Be­glei­tung einer Sam­ba-​Band, mit Luft­schlan­gen, Trö­ten und Kon­fet­ti, ge­lang es etwa 50 Stu­die­ren­de die Vor­stel­lung des Zu­kunfts­kon­zep­tes der Uni­lei­tung im Rah­men der Ex­zel­lenz­in­itia­ti­ve am Diens­tag den 17.​01. zu stö­ren.

17.12.2011 15:00
Ansgarikirchof / Obernstraße

Am 4. No­vem­ber lös­ten eine ex­plo­die­ren­de Woh­nung und ein bren­nen­der Wohn­wa­gen Er­mitt­lun­gen aus, die zur bis dahin un­ent­deck­ten Na­zi-​Grup­pe Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­scher Un­ter­grund (NSU) führ­ten. Min­des­tens zehn Tote und zwei Dut­zend zum Teil schwer Ver­letz­te im gan­zen Bun­des­ge­biet haben die Mör­der vom NSU nach bis­he­ri­gen Er­kennt­nis­sen zu ver­ant­wor­ten. Neun Men­schen wur­den von der Na­zi-​Grup­pe ge­zielt hin­ge­rich­tet, weil sie den Nazis als Aus­län­der und somit als Volks­fein­de gal­ten.

Enver Şimşek, Ab­durra­him Özüdoğru, Sü­ley­man Taşköprü, Habil Kılıç, Yunus Tur­gut, İsmail Yaşar, Theo­do­ros Boul­ga­ri­des, Meh­met Kubaşık und Halit Yozgat wur­den Opfer die­ses ras­sis­ti­schen Wahn­sinns. Wir wol­len am 17. De­zember mit vie­len Men­schen zu­sam­men kom­men, um ihrer ge­mein­sam zu ge­den­ken.

Denkblockaden 2011

Bereits zum Bildungsstreik 2009 hatten wir eine Broschüre mit dem Titel "Denkblockaden" erstellt. Jetzt greifen wir den Titel wieder auf und haben auf 28 Seiten einige unserer Debatten der letzten Zeit verschriftlicht, Interviews geführt, fotografiert, recherchiert, diskutiert, gelayoutet und viel Spaß gehabt. Inhaltlich gibt es u.a. Artikel über Wissenproduktion im Kapitalismus, Kritik der Chancengleichheit, Rüstungsforschung an der Uni Bremen, die Situation von linken WissenschaftlerInnen und vielem mehr...

22.11.2011 17:00
Jugendhaus Buchte, Buchtstraße 14/15

Was heißt es genau, eine Polizeikette zu durchfließen? Wie setze ich mich richtig hin? Wie funktioniert das sogenannte "Schottern"? Wie schaffen wir es, in heiklen Situationen den Überblick zu behalten und schnelle Gruppenentscheidungen zu treffen?

In Trainings lernen wir verschiedene Situationen und Szenarien einzuschätzen, uns unserer Bedürfnisse, unserer Ängste und unseren Mutes bewusst zu werden. Durch diese Trainings befähigen wir uns gemeinsam und entschlossen zu handeln.

Pra­xis­na­he Vor­be­rei­tung, feste Schu­he und Lam­pen mit­brin­gen!

Über die Krise, Griechenland und die EU – und was wir damit zu tun haben.

15.11.2011 20:00
Kulturzentrum Paradox, Bernhardstr. 10-12

Infos zu po­li­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen des Trans­ports, Rechts­hil­fe, Ak­ti­ons­for­men & Kam­pa­gnen, In­fra­struk­tur vor Ort, An­rei­se usw.

ver­an­stal­tet vom Kli­ma­p­le­num Bremen

17.11.2011 14:00
Treffpunkt im Café L'Astaire auf der AStA Etage, Uni Bremen

Im Rahmen des Aktionstages Occupy Education veranstalten wir einen Workshop zur Kritik der Chancengleichheit.
Dass es bei der Vergabe von Studienplätzen oder Jobs chancengerecht zugeht und niemand unfair behandelt wird, ist erklärtes Ziel unabhängig jeder politischen Couleur. Da stellt sich die Frage, ob Chancengleichheit entweder so klasse ist, dass alle davon überzeugt sind, oder ob es sich schlicht um einen sehr biegsamen Begriff handelt. Zumindest gibt es reichlich Anlass, sich den Begriff mal näher anzuschauen – was verbirgt sich dahinter und wo sind die Grenzen der Chancengleichheit?
Im Workshop wollen wir mit euch anhand einiger Thesen die Idee der Chancengleichheit genauer untersuchen und kritisch diskutieren.

24.11.2011 19:00
Vereinigte Ev. Gemeinde Bremen-Neustadt, Gemeindezentrum Zion, Kornstraße 31

Eine Diskussionsveranstaltung mit Aktivist/innen der Kampagne „alle bleiben!“. Ziel dieser Kampagne ist es, über die Situation der Roma aufzuklären, aktiven Widerstand gegen Abschiebungen aufzubauen und zu vernetzen und vor allem junge Roma selber zu mobilisieren sich für ihre Interessen einzusetzen. Hierbei beleuchten sie auch die Zustände in ganz Europa und infor mieren über geschichtliche  Hintergründe der Roma-Verfolgung und Diskriminierung.

14.11.2011 19:00
Mediencoop/Lagerhaus, Schildstr. 12-19, 28203 Bremen

Rechtspopulistische Parteien erzielen in vielen Ländern Europas zweistellige Wahlergebnisse, sind in Regierungen vertreten, oder üben massiven Einfluss aus. Ihre Hetze richtet sich gegen "Islam", "Ausländer", "Sozialschmarozer" aber auch gegen "die EU". Sind solche extrem rechten Bewegungen "Pathologien moderner Industriegesellschaften"? Welche kritischen Ansätze taugen zur Erklärung des Anwachsens dieser Bewegungen?

29.10.2011 19:00
Mediencoop/Lagerhaus, Schildstr. 12-19, 28203 Bremen

Auf einmal interessieren sich auch Konservative für die Probleme von Homosexuellen – nämlich wenn diese Opfer von Gewalt werden, die von
„Fremden“ ausgeht. Diese werden von ihnen einer „rückständigen“ und „andersartigen“ Kultur zugeordnet, von der sie sich selbst abheben
möchten. Selbst Linken gilt „der Westen“ als Quelle sexueller Emanzipation schlechthin und „der Islam“ wiederum als monokausal
verantwortlich für sexualrepressive Zustände und die Verfolgung von „Schwulen“ im Nahen Osten. In seinem Vortrag dekonstruiert Georg Klauda
diesen kulturalistischen Mythos. Er umreißt eine Geschichte der Heteronormalisierung der muslimischen Länder als einen von Europa
inspirierten Modernisierungsprozess, der in der Übernahme von psychiatrischen Kategorien, sexuellen Identitäten und nationalistischen
Praktiken bestand. Auch wird thematisiert, wie das Konstrukt der „islamischen Homophobie“ als politisches Instrument Verwendung findet.

19.10.2011 20:00
Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen

Das mediale Ereignis der "Sarrazindebatte" führte zu einer breiten
gesellschaftlichen Verschiebung nach rechts, enttabuisierte
rassistisches Denken und verband in besonderer Weise Rassismus mit
Elite- und Nützlichkeitsdenken. Dieses komplexes Ereignis wird dem Ende
August 2011 ernscheinenden Sammelband "Rassismus in der
Leistungsgesellschaft" in 15 Beiträgen mit unterschiedlichen
theoretischen Perspektiven kritisch analysiert. Der Sammelband gibt
Anstöße für den Alltag, die politische Praxis und die kritische
Auseinandersetzung.

Die Veranstaltung richtet sich nicht (nur) an akademisches Fachpublikum,
sondern soll insbesondere Interessierte aus der Praxis und dem
Bildungsbereich als Anregung dienen. Nach der Vorstellung des Buchs kann
gemeinsam über das Vorgestellte und Handlungsmöglichkeiten diskutiert
werden.

15.10.2011 19:00
Gewerkschaftshaus (Kleiner Saal im 5.Stock), Bahnhofsplatz 22-28, 28195 Bremen

In der "Sarrazin-Debatte" konnte die Konstuktion eines antimuslimischem Rassismus deutlich beobachtet werden. Menschen aus arabischen Ländern und der Türkei wurden als minderintelligent stigmatisiert und zu wirtschaftlich und sozial unproduktiven "Parasiten" erklärt. Weltweit ist der Rassismus gegen (wirkliche oder vermeintliche) Moslems seit dem Ende der Blockkonfrontation und dem Erscheinen von Samuel Huntingtons "Kampf der Kulturen" und noch einmal massiv nach dem 11. September 2001 deutlich gestiegen. In der Bundesrepublik verbindet sich diese Debatte vor allem mit dem Kampfbegriff "Integration" und der Frage der ökonomischen Nützlichkeit. Können wir hier gerade einen Rassismus "at the rise" betrachten? Inwiefern bietet "antimuslimischer Rassismus" hier einen guten analytischen Ansatz?

17.10.2011 10:00 - 26.10.2011 23:00
Uni Bremen, Glashalle am Zentralbereich

Neu hier? Dann komm doch vorbei zum Couchcafé und mach's dir gemütlich! Bei uns gibt's vom 17. bis 19. Oktober und vom 24. bis 26. Oktober immer von 10 bis 15 Uhr heißen Kaffee und Frühstück für alle, die sich in den ersten Studi-Tagen nicht zu sehr hetzen lassen wollen. Hier findest du immer jemanden zum quatschen und Fragen stellen. Es gibt außerdem eine Vielzahl von Angeboten, die über den puren Uni-Alltag hinausgehen – kritische Uni- und Stadtrundgänge, semesterbegleitende Ersti-AGs, Veranstaltungen zur kritischen Reflexion von Bachelor und Master oder zur Frage "Wie studieren ohne sich zu verlieren?!“ und mehr. Hast du Lust da mal reinzuschauen?

Also: Kaffee geschnappt und losgeplappert!

 

Unser bisheriges Programm sieht wie folgt aus: