Bericht eine/r Aktivist/in aus Novi Sad

Nationalismus und Homophobie in Serbien - antifaschistische Strategien und Perspektiven

01.04.2011 20:00
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Die Bilder von Straßenschlachten als Reaktion auf die Gay-Pride in Belgrad im Oktober 2010 waren europaweit zu sehen. Die Veranstaltung hatte zu massiven Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und 5000 NationalistInnen und organisierten FaschistInnen geführt.

Im Gegensatz zu Deutschland spielt in Serbien der orthodoxe, kirchliche Faschismus eine wichtige Rolle bei nationalistischen Mobilisierungen. Nach 1989 gab es (relativ erfolgreiche) Versuche der Kirche, die kommunistische Partei als dominante gesellschaftliche Kraft abzulösen.

Inwiefern beeinflusst der extreme Rechtsschwenk in Zentral- und Osteuropa die Balkanregion? Wie hat sich die soziale Situation der Menschen in Folge der Privatisierungsprozesse und der Krise gewandelt? Und wie reagieren antifaschistische Bewegungen auf diese natianalistischen Bestrebungen innerhalb der Gesellschaft und auf die neo-faschistischen Gruppen? Was sind ihre Positionen dazu?

Über dieses und einiges mehr wird ein/e Aktivist/in aus Novi Sad (Serbien) berichten. Der Abend soll eine Möglichkeit zum Austausch internationaler Perspektiven in der Vorbereitung der Anti-Nazi-Mobilisierung zum 1. Mai 2011 in Bremen bieten.

! Vortragssprache ist englisch ! Es wird aber Hilfestellung durch Übersetzer/innen geben, sollte diese benötigt werden!

Lesetipp: Peter Atanackovic: Stolz und Vaterland: Zur politischen Situation in Serbien, in: Antifaschistisches Infoblatt, Schwerpunkt Osteuropa, Nr. 88, 2010