Städtisches Wohnungsunternehmen erhöht Mieten um 3,7%

Mietenwahnsinn stoppen - bei der SAGA/GWG!

Nach dem schon vor zwei Jahren die Mieten sofort nach Veröffentlichung des Mietenspiegels stark erhöht wurden, folgt entgegen gegenteiligen Aussagen des SAGA-GWG Pressesprechers "dass es eine Mieterhöhung nicht auf Knopfdruck geben würde" dieser Schritt nun leicht verspätet. Die Mieten der SAGA Wohnungen sollen um 3,7% angehoben werden.

Das Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen!“ stellt sich diesen Mieterhöhungen entgegen.

Eine solche Ankündigung zeigt deutlich, dass die SAGA-GWG und die politisch verantwortliche SPD weiterhin eine unsoziale Mietenpolitik betreiben. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass in den nächsten 2 Jahren nicht noch weitere Mieterhöhungen kommen.

Petra Paul aus dem Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen" kritisiert:

Jede Mieterhöhung fließt in den nächsten Mietenspiegel mit ein und ermöglicht so weitere Mieterhöhungen. Die SAGA-GWG wirft jedes Jahr Gewinne in dreistelliger Millionenhöhe an die Stadt ab. Es gibt einfach keinen Grund, warum die SAGA-GWG jetzt schon wieder mehr verlangt und damit die Mietenspirale weiter nach oben dreht“.

Angesichts von Reallöhnen, die in den letzten Jahren insbesondere in den unteren Einkommensschichten sehr stark gesunken sind, können auch schon kleine Mieterhöhungen schwere Auswirkungen für viele Haushalte haben. Anstatt der Preistreiberei bei den Mieten in Hamburg entgegenzuwirken treibt der Hamburger Senat diese durch das stadteigene Wohnungsbauunternehmen aktiv weiter voran. Paul kritisiert, dass MieterInnen der SAGA-GWG für die Finanzierung ureigener städtischer Aufgaben herhalten müssen:

Städtische Aufgaben wie der Uni-Umbau, die verschleppte Sanierung von Schulgebäuden, der Ankauf der GWG, die Finanzierung großer Teile der Elbphilharmonie werden über die SAGA-GWG betrieben. Damit lässt der Senat Haushaltslöcher über die Mieten und saftige Mieterhöhungen von SAGA-MieterInnen finanzieren. Mit dieser Praxis muss endlich Schluss sein!“

Um gegen die SAGA-Mieterhöhungen vorzugehen werden Aktionen folgen:

Im letzten Oktober haben über 6000 Menschen gegen Mietenwahnsinn in der Stadt demonstriert. Wir werden es nicht hinnehmen dass ein städtisches Wohnungsbauunternehmen weiter die Preise nach oben treibt und immer mehr Menschen in die soziale Ausgrenzung getrieben werden. Wir werden anknüpfend an die Aktivitäten im letzten Herbst Druck bei den Verantwortlichen machen.“

Die Situation in dieser Stadt ist nicht hinnehmbar und nicht durch Kosmetik zu korrigieren. Es hat unverzüglich eine radikale Umkehr in der Wohnungspolitik stattzufinden.

 

Weitere Infos: www.mietenwahnsinn.de

Teilt uns mit, wenn ihr von Mieterhöhungen in SAGA/GWG-Wohnungen im Zusammenhang mit dem Mietenspiegel hört. Nutzt das Kontaktformular, sendet dem Bündnis "Mietenwahnsinn stoppen" Adressen zu und hinterlasst eure Kontaktdaten. Gemeinsam können wir den Mieterhöhungen entgegentreten.