Hannover, 12. September 2009: Aktionen gegen Naziaufmarsch

Blockadetrainings sind der Polizei ein Dorn im Auge


Bereits im April wurde in Hannover versucht, ein öffentliches Aktionstraining mittels zahlreicher Auflagen zu kriminalisieren. Gegen diese Auflagen hat der Anmelder inzwischen Klage eingereicht.

Auch für das jüngste öffentliche Aktionstraining am 30.8.2009 - im Vorfeld des geplanten Naziaufmarsches am 12. September in Hannover - wurden ähnliche Auflagen erteilt: "Probeblockaden" oder "das szenische Wegtragen" von Leuten sollten demnach also verboten sein, da sie als "Einübung von Straftaten" eingeordnet wurden. Unser Eilantrag gegen diese Auflagen wurde vom Verwaltungsgericht abgelehnt. Trotzdem kamen am Sonntag AntifaschistInnen in Hannover zusammen. Die Auflagen wurden eingehalten, stattdessen probten die Anwesenden unter den Augen der Polizei, wie man Polizeiketten durchfließen kann, ohne das es zu einer Konfrontation kommt. Die Aktion machte Spaß und half gleichzeitig, Ängste abzubauen.

Gemeinsam werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 12. September den Nazis entgegentreten.

Die Polizei versucht die Blockaden nicht deshalb zu behindern, weil sie tatsächlich gefährlich wären. Sie versucht sie zu behindern, weil sie erfolgreich sind. Wie letztes Jahr in Köln und Jena oder dieses Jahr in Lüneburg.

  • Das Aktionstraining wird unterstützt von: Annabee Buchladen, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH], Attac Hannover, Ermittlungsausschuss Hannover, Grüne Linden-Limmer, Grüne Jugend Niedersachsen, JANUN e.V. Hannover, MC Kuhle Wampe, ver.di Jugend Hannover/Leine-Weser
  • mehr Infos: www.block-it.org

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