8000 auf Antifa-Demo - Blockaden zwingen Nazis zur Umkehr
Trotz der Gewalt- und Spaltungshetze der bürgerlichen Medien: Etwa 8000 Menschen folgten am 29.1.2005 dem Aufruf zur Antifa-Demo, der vom "Runden Tisch gegen Rassismus und Faschismus" ausging. Zu einer Separatdemo von DGB, Kirchen und bürgerlichen Parteien waren zuvor nur gut 1000 Menschen gekommen.
Während noch etwa 2000 Menschen auf dem Alten Markt die Abschlusskundgebung, auf der u.a. der Peter Gingold sprach, zu Ende führten, waren mehrere tausend Menschen kurz vorher abgebogen, um die Naziroute zu blockieren.
Während antifaschistische Blockaden in der Nähe des Bahnhofs schließlich mit Wasserwerfer-, Reizgas- und Knüppeleinsatz geräumt wurden, blieben die Blockaden auf der Straße "Ziegelteich" bestehen. Auch hier kam es zu Polizeiübergriffen und Wasserwerfereinsätzen, aber Tausende Menschen hielten dennoch die Kreuzungen besetzt. Schließlich musste die Polizei einsehen, dass es ihr nicht gelingen wird, den Naziaufmarsch auf der ursprünglichen Route durchzusetzen. Die ca. 300 Nazis mussten umdrehen - und haben, nachdem sie schon mehr als zwei Stunden am Bahnhof auf ihren Abmarsch warten mussten, letztlich gerade einmal ein Drittel ihrer Route gehen können.
Die Absicht der Stadt Kiel und der Polizei, den Nazis die gesamte Kiel Innenstadt freizuräumen, ist eindrucksvoll durchkreuzt worden. Dieser große politische Erfolg ist nicht nur der überwältigenden Zahl von AntifaschistInnen aus Kiel und anderen Städten zu verdanken, die sich an den Aktionen beteiligten. Vor allem ist die Einigkeit und Solidarität hervorzuheben, mit der alle Versuche der Spaltung in "friedliche Bürger" und "gewalttätige Chaoten" zurückgewiesen wurden. Die Gewalt ging an diesem Tage ganz überwiegend von der Polizei aus. An die 70 Festnahmen und zahlreiche verletzte DemonstrantInnen - vor allem durch den Einsatz von Reizgas - legen hiervon beredtes Zeugnis ab.
Die Darstellung in einem Großteil der bürgerlichen Medien, die genau die Spaltung zwischen "friedlichen Demonstrationen" und "Ausschreitungen autonomer Gewalttäter" behauptet, ist schlicht wahrheitswidrig.
Pressemitteilung vom "Runden Tisch gegen Rassismus und Faschismus"
Kieler Online-Magazin kiel4kiel
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| Presseerklärung der Polizei | 3.52 KB |
